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Pride Award 2016

Pride Award

Preiswürdig

Zum sechsten Mal wird queeres Engagement in Hamburg mit dem Pride Award ausgezeichnet

Im Rahmen der Pride Night am Samstag, den 30. Juli sollen erneut Personen, Vereine oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich für die Belange von Homo-, Bi-, Transsexuellen, Transgender und Intersexuellen in Hamburg und Norddeutschland einsetzen. Mit dem Preis würdigt Hamburg Pride e.V. nachhaltige Bemühungen im Kampf gegen Homophobie und Diskriminierungen im Alltag.

Wie kann ich abstimmen?

Bis zum 25. Juli könnt ihr für eure Favoritin oder euren Favoriten hier abstimmen. Die Verleihung des Preises selbst erfolgt dann auf der Pride Night am 30. Juli. Natürlich geben wir die Gewinner/den Gewinner im Nachgang direkt bekannt.

Die Abstimmung ist beendet.

Die Nominierten

Valery Pearl

Valery Pearl

Die Hamburger Drag Queen kennt man eigentlich als Partytier: Als Gastgeberin oder DJane hat sich Valery auch über Hamburgs Grenzen hinaus längst einen Namen gemacht. Ihr unermüdlicher Einsatz für Geflüchtete ist hingegen vielen nicht bewusst. Dabei hat Valery, die eigentlich Dennis heißt, sehr engagiert im letzten Sommer am Hauptbahnhof geholfen, Spenden gesammelt, erfolgreich eine Kleidersammlung organisiert und sich mit viel persönlichem Einsatz um schwule Syrer gekümmert, denen sie ein Stück Familienersatz organisiert hat. Das im Sommer erscheinende Kochbuch „Kiezküche Refugees Welcome“ wurde von ihr angestoßen, der Erlös kommt Flüchtlingsprojekten in Hamburg zugute.

Junglesbenzentrum

Junglesbenzentrum

Sie sind der Ankerplatz für junge Mädchen, die auf Mädchen stehen: Gila Rosenberg und Vanessa Lamm arbeiten im Junglesbenzentrum offen mit lesbischen, bi und trans* (lbt*) Mädchen und jungen Frauen und sorgen dafür, dass sie hier einen geschützten Raum finden, in dem sie sich ganz ohne Zwang wohlfühlen, austauschen und unter sich sein können. Gerade hat die Einrichtung ihren 18. Geburtstag gefeiert und hat als Geburtstagsgeschenk in London eine große Anerkennung erhalten: den „With and for Girls Award“. Er wird an Projekte verliehen, die sich für die Rechte und Verbesserung der Lebenssituationen von und vor allem mit Mädchen und jungen Frauen einsetzen.

Queer Refugees Support Hamburg

Queer Refugees Support Hamburg

Sie sind einfach da, wo Menschen Hilfe brauchen: Queer Refugees Support Hamburg ist eine offene arbeitende Initiativgruppe von queeren Menschen in Hamburg, die sich in erster Linie für die Unterstützung von LGBTI-Geflüchteten einsetzt. Denn die sind einem erhöhten Risiko von Übergriffen und Diskriminierungen ausgesetzt: sei es auf dem Fluchtweg, im Kontakt mit Behörden und Dolmetscher_innen, im Alltag oder in den Unterkünften. Die Gruppe organisiert einen wöchentlichen Treffpunkt im Centro Sociale, Kontakte zu Beratungsstellen und professionellen Hilfsangeboten, zu Übersetzer_innen und Dolmetscher_innen. Und das alles rein ehrenamtlich und allein aus Spenden finanziert.


Wer hat schon einen Pride Award erhalten?

2015: Schulaufklärungsprojekt Soorum

Soorum

Die Teammitglieder von Soorum sind lesbisch, schwul, bi, trans*, hetero und/oder queer und wollen mit ihrer Arbeit mehr Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt schaffen. Seit 2012 kooperiert Soorum mit dem Landes-Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) sowie drei Hamburger Schulen. In der Zusammenarbeit sollen die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt als Thema fest in den Schulen verankert werden.

 

Ehren-Pride-Award: Karin Wilsdorf

Karin Wilsdorf

Erstmals wurde 2015 auch ein Ehren-Pride-Award verliehen. Dieser ging an Karin Wilsdorf, die sich über Jahrzehnte hinweg für die Gleichberechtigung von Frauen und Lesben in Hamburg stark gemacht hat. Sie hat u.a. das Frauencafé endlich und das Hotel Hanseatin zusammen mit ihrer Partnerin Linda Schlüter eröffnet sowie über viele Jahre hinweg die legendären Hamburger Frauenbälle organisiert. Karin Wilsdorf ist leider im Juni 2015 verstorben.

 

2014: LSVD Hamburg mit Barbara Mansfeld und Wolfgang Preußner

LSVD Hamburg

Barbara Mansfeld und Wolfgang Preußner organisieren für den LSVD Hamburg seit drei Jahren den engen Kontakt und Austausch  in die Partnerstadt Sankt Petersburg und zu den Partnerorganisationen „Side by Side“ und „Coming Out“. Darüber hinaus engagieren sich die beiden auch in Hamburg, etwa beim Rainbowflash, und sorgen so dafür, dass die Menschenrechtsverletzungen, denen LGBTI in Russland ausgesetzt sind, hierzulande nicht in Vergessenheit geraten.

 

2013: Gottfried Lorenz und Ulf Bollmann

Gottfried Lorenz und Ulf Bollmann

Die beiden Historiker widmen sich seit vielen Jahren ehrenamtlich der Aufarbeitung der Geschichte Homosexueller und insbesondere ihrer Verfolgung in Hamburg. Ihre Arbeit leistet einen wertvollen Beitrag zur Sichtbarmachung homosexuellen Lebens sowie zur Erinnerung an die homosexuellen NS-Opfer und ist darüber hinaus Teil der öffentlichen Erinnerungskultur geworden. Das Ergebnis ihrer jahrelangen Recherchen und Dokumentation zeichnet sich durch Bücher, zahlreiche Stadtführungen und Ausstellungen aus.

 

2012: Wanja Kilber

Wanja Kilber

Wanja Kilber ist ein deutsch-russischer Aktivist. 2009 erfand er in Hamburg den „Rainbow Flash“ und schuf auf diese Weise eine globale LGBT-Aktion, an der schon im ersten Jahr 30 Städte in Russland teilnahmen. Heute steigen in New York, Asien und sogar Kasachstan am 17. Mai jeden Jahres Ballons in den Himmel. Weiterhin demonstrierte er aktiv im russischen St. Petersburg gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben und riskierte damit seine Verhaftung. 2010 lief er mit russischsprachigen Freundinnen und Freunden und einem Regenbogendrachen durch Hamburg. Der Drache als Moskauer Wappentier war eine Antwort auf die Schwulenfeindlichkeit des dortigen Bürgermeisters.

 

2011: Testkampagne von Hein&Fiete, Stefan Semrau und Paul Schimweg

Das Kampagnenteam

2011 hat Hamburg Pride e.V. die ersten drei Pride Awards verliehen: Hein & Fiete, Grafiker Stefan Semrau und Fotograf Paul Schimweg haben diese für die Testkampagne erhalten, welche unter dem Motto „ich weiß bescheid“ lief. Damit machte der Hamburger schwule Infoladen auf sein Angebot zur Testberatung aufmerksam und stellte die Aufklärung in den Vordergrund. Übertragungswege von HIV, Syphilis, Hepatitiden, Tripper und Chlamydien standen dabei genauso im Blickfeld wie das individuelle sexuelle Risikoverhalten.