Was heißt Intersektionalität? 

Der Begriff ist aus dem englischen Wort für „Kreuzung“ (intersection) abgeleitet: Man kann sich Intersektionalität als Straßenkreuzung vorstellen, die den Mittelpunkt bildet, an dem verschiedene Erfahrungen von Diskriminierungen zusammentreffen und sich gegenseitig verstärken. Das bedeutet, eine von Ausgrenzung betroffene Person erfährt Diskriminierung z.B. nicht nur aufgrund ihrer sexuellen Identität, sondern aus verschiedenen Richtungen, etwa aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Alter, Behinderung, Religion. All diese Vielfaltsdimensionen bedingen sich gegenseitig und bilden Mehrfachzugehörigkeiten und Identitäten.

Was hat Intersektionalität mit dem CSD zu tun? 

Hamburg Pride e.V. wirkt Mehrfach-Diskriminierungen aktiv entgegen, um möglichst vielen Personen eine Teilnahme am CSD und an der Pride Week zu ermöglichen: Gebärdendolmetscher*innen übersetzen die komplette Pride Night und wichtige Reden auf dem CSD-Straßenfest in Gebärdensprache. In Kooperation mit der Hamburger Stadtrundfahrt – Die Roten Doppeldecker GmbH organisiert Hamburg Pride e.V. am Demo-Tag eine Mitfahrgelegenheit über die gesamte CSD-Route für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Auf dem CSD-Straßenfest wird ein behindertengerechtes WC aufgestellt; Kabelbrücken für Stromleitungen sollen das Gelände weitgehend barriereärmer machen. Wichtige Informationen zum CSD-Ablauf auf der Homepage werden auf Englisch übersetzt. Zudem bieten wir mit dem monatlichen queeren Gesprächsformat „Pride Salon“ sowie unserer jährlichen Mottofindung und dem Pride House zur Pride Week sichere Räume zum Austausch innerhalb der Community. 

Hamburg Pride e.V. entwickelt intersektionale Maßnahmen kontinuierlich weiter. Anregungen und Ideen nehmen wir gerne unter info@hamburg-pride.de entgegen.