Affenpocken in Hamburg

Das solltest du wissen, wenn du den CSD besuchst

Deutschlandweit steigen die Zahlen von "Affenpocken"-Fällen (MPX). Hamburg ist einer der Hotspots und verzeichnet nach Berlin die zweithäufigsten Fälle. Aktuell sind fast ausschließlich Männer betroffen, die mit anderen Männern Sex haben (MSM) betroffen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) warnt: Bei sexuellen Kontakten ist die Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Affenpocken deutlich erhöht. Das gilt auch für Orte wie Darkrooms, Saunen oder Sex-Clubs, in denen nur wenig oder gar keine Kleidung getragen wird. Hier findet ihr die wichtigsten Hinweise:

Was sind "Affenpocken"?

Affenpocken (monkeypox, kurz: MPX) sind eine Viruserkrankung, ausgelöst durch das Affenpockenvirus (Monkeypox virus, MPXV). Das Virus ist verwandt mit den klassischen Pockenviren (Variola, Smallpox). 

Wie wird das Affenpockenvirus übertragen?

Das Affenpockenvirus kann durch engen Körperkontakt (Haut-zu-Haut), zum Beispiel beim Sex, übertragen werden. Entscheidend sind hier alle Situationen, bei der die Viren aus betroffenen Hautstellen einer erkrankten Person in Kontakt zu Haut und Schleimhaut einer anderen Person kommen. Dies kann auch beim Küssen, Streicheln oder Kuscheln der Fall sein. Bislang scheinen allerdings Sexualkontakte die entscheidende Rolle bei der Übertragung zu spielen, MPXV kann aber auch durch Tröpfchen aus der Atemluft bei längerem direkten Kontakt oder durch kontaminierte Gegenstände (z. B. Kleidung, Bettzeug und Sextoys) übertragen werden. Kondome bieten keinen ausreichenden Schutz vor einer Übertragung. Entscheidend für eine Übertragung ist der direkte Kontakt zu Hautläsionen (Pickel, Bläschen, verschorfte Pusteln, Krusten).

Was kann ich selbst tun, um eine Ansteckung mit MPXV zu verhindern?

Enge sexuelle Kontakte und direkte Hautkontakte spielen bisher bei der Übertragung die größte Rolle. Enge Hautkontakte und sexuelle Kontakte mit unbekannten Personen, deren Gesundheitsstatus man nicht einschätzen kann, bergen ein großes Ansteckungsrisiko. Daher kann man das eigene Ansteckungsrisiko reduzieren, wenn man die Zahl der Sexpartner*innen verringert, deren Gesundheitsstatus man nicht einschätzen kann. Unbedingt vermeiden sollte man enge Kontakte zu Personen, bei denen man Hautläsionen oder einen Hautausschlag bemerkt, oder die grippeähnlichen Symptome wie Fieber und Schüttelfrost haben. Da vor allem der Kontakt zu den betroffenen Hautstellen zu einer Übertragung führt, bieten auch Kondome keinen ausreichenden Schutz.

Die Teilnahme an Veranstaltungen und Festivals im Freien erhöht das Risiko einer MPXV-Infektion nicht, aber enger Körperkontakt, einschließlich Sex, erhöht das Risiko einer Ansteckung. Achten Sie auf die genannten Symptome und suchen Sie frühzeitig einen Arzt auf, wenn bei Ihnen oder einem aktuellen Partner oben genannte Symptome auftreten.

Was sollte ich tun, wenn ich Symptome an mir feststelle?

Wenn Symptome auftreten, sollte frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden. Sprich am besten vorab telefonisch mit deiner Arztpraxis. Enge körperliche Kontakte (Hautkontakte, Sexualkontakte) sollten unbedingt vermieden werden, solange die Symptome nicht ärztlich abgeklärt wurden. Besuche keine Partys, Festivals, Saunen, Darkrooms o.ä. solange deine Symptome nicht eindeutig ärztlich abgeklärt wurden. Informiere Personen, mit denen du enge Kontakte hattest über Ihre Symptome.

Was gibt es in Hamburg für Anlaufstellen?

Die "Hamburger Aidshilfe" bietet Beratungsgespräche und rät zu Vorsicht. Auch der schwule Checkpoint "Hein & Fiete" bietet persönliche Beratung an. Am CSD-Wochenende wird werden Teams von beiden Einrichtungen zum Thema Affenpocken informieren, zudem werden Info-Materialien auf dem Straßenfest ausgelegt.  Zum Thema Risiken und Übertragungswege klärt die bundesweite Kampagne "Ich weiss was ich tu" auf.

 


What’s going on with Monkeypox?

There have been monkeypox cases identified in several countries throughout Europe, these include Germany and Hamburg. Although anyone can become infected with monkeypox, men who have sex with men are currently the most affected group. To date, most of the cases in Europe have been fairly mild, and only few have required hospitalisation. However, some individuals are more at risk for severe outcomes, including those who are immunocompromised, pregnant women and young children. 

How is monkeypox transmitted?

Monkeypox needs close physical contact (skin-to-skin), including during sex, to be transmitted. It can also spread through respiratory droplets in prolonged face-to-face contact, and through contaminated objects.

What are the symptoms?

Monkeypox can take the form of rashes, spots, ulcers, or blisters anywhere on the body, but often in the genital area if spread during sex. It may also cause inflammation and pain in the rectum, fever, swollen lymph nodes, headaches, muscle aches and low energy. Symptoms are usually mild to moderate, but some vulnerable groups may have severe symptoms.

How can I stay safe?

Participating in outdoor events and festivals alone does not put you at greater risk of contracting monkeypox infection, it is your behaviour that matters. So enjoy your summer safely! Remember that close physical contact, including sex, may increase your risk of exposure. Having multiple and frequent sexual contacts, including with anonymous partners, may put you more at risk of infection of monkeypox. To protect yourself practice safer sex. Be aware of common symptoms and seek care early if you or a recent partner have any of those mentioned above. If you experience symptoms, take a break from participating in events until you have been checked by a healthcare professional.

What should I do if I think I have it?

If you have any of the symptoms, seek medical advice. Take a break from visiting events and gatherings, and avoid having close contact, including sex, until you have sought the advice of a health provider and know that you are well. To confirm a monkeypox infection, individuals need to be assessed by a health professional and tested for the virus.

What do I do if I test positive for monkeypox?

If you are diagnosed with monkeypox, you can reduce the risk of passing the virus on by avoiding close contact with others, including sex. Self-isolate, and follow the advice given to you by your healthcare provider and local health authorities. As a precaution and because of current uncertainties about transmission, wear a condom for 12 weeks even after you have fully recovered.