Die Nominierungen für den Community-Pride-Award 2022

Günter Gaida

Schnelle und unbürokratische Hilfe für queere Geflüchtete: Günter Gaida engagiert sich für Menschen, die vor Kriegen, Bürgerkriegen und aus Angst vor Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität in ihren Heimatländern nach Deutschland geflüchtet sind. Zunächst bei „Queer Refugees Support“, 2021 baute er dann mit geflüchteten Freunden die „Rainbow Refugees Hamburg“ auf. Denn auch in Deutschland angekommen, werden geflüchtete LGBTIQ+ Opfer von Gewalt und Diskriminierung. Die „Rainbow Refugees“ sprechen u.a. Arabisch, Farsi und Kurdisch. In mehr als 50 Asylverfahren konnte Gaida entscheidend Einfluss nehmen. Auch bei der Suche nach Sprachkursen, Ausbildungsplätzen und Jobs hilft er. So tragen er und die „Rainbow Refugees“ dazu bei, dass Geflüchtete in Deutschland mental ankommen.

Lesbennetzwerk Hamburg

Lesben* sind überall, nur sind sie oft nicht sichtbar oder werden ignoriert. Das Lesbennetzwerk Hamburg vereint Vertreterinnen lesbisch-queerer Community-Gruppen und Einzelpersonen und setzt sich seit Jahren dafür ein, das zu ändern. Seit 2016 organisiert es den Hamburger Dyke*March am Vorabend der CSD-Demo, auf dem Lesben*, Freund:innen und Verbündete aller Orientierungen, Altersgruppen und Nationalitäten ihre Interessen und politischen Forderungen zum Ausdruck bringen. Das Lesbennetzwerk ist bundesweit mit anderen Dyke*March-Gruppen vernetzt und zeigt, wie man sich gemeinsam und solidarisch für die eigenen Ziele engagieren kann. Gleichzeitig stärkt es das Bewusstsein dafür, dass Lesben* keine homogene Gruppe sind, sondern sich aus Frauen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Chancen und Identitäten zusammensetzen.

Micco Dotzauer

Er bringt Menschen zusammen wie kein anderer: Micco Dotzauer war von 2011 bis Juni dieses Jahres Inhaber der Contact Bar in St. Georg, dem „schwulen Wohnzimmer“ und festen Treffpunkt der Community. Schon seit den 1980ern engagiert er sich in der Schwulenszene, erst im Arbeitskreis Homosexualität der Evangelischen Studentengemeinde Leipzig, seit 1988 in Hamburg. Mit unzähligen Benefizaktionen wie Konzerten und Spendenaktionen unterstützt der Gastronom die LGBTIQ+-Community: Er sammelte u.a. Gelder für den schwulen Checkpoint Hein & Fiete, das Magnus Hirschfeld Centrum (MHC), ein schwules Wohnprojekt, die Aids-Seelsorge und die Künstlerhilfe e.V. Mehr als 32.000 Euro brachte Dotzauer so bislang zusammen. Er hat ein Denkmal für sexuelle Vielfalt in Hamburg mit angestoßen, das nun tatsächlich von der Stadt realisiert wird.

Queeres Engagement wird in Hamburg mit dem Pride Award ausgezeichnet

Im Rahmen der Pride Night werden jährlich Personen, Vereine oder Institutionen ausgezeichnet, die sich für die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans und intergeschlechtlichen Menschen in Hamburg und Norddeutschland einsetzen. Mit dem Preis, der vom Publikum gewählt wird,  würdigt Hamburg Pride e.V. nachhaltige Bemühungen im Kampf gegen Homo- Bi- und Transfeindlichkeit und Diskriminierungen im Alltag.

Neben dem Pride Award für ehrenamtliches Engagement in Hamburg hat Hamburg Pride e.V. 2021 erstmals eine Person des öffentlichen Lebens mit einem Pride Award ausgezeichnet. Mit ihm werden künftig einmal im Jahr Menschen gewürdigt, die Vorbildcharakter für die LGBTIQ-Community und die Gesellschaft in Deutschland haben.

In diesem Jahr haben wir unter allen eingegangenen Vorschlägen die folgenden drei Nominierungen ausgewählt:

• das Lesbennetzwerk Hamburg, das dieses Jahr zum 7. Mal den Hamburger*March für mehr lesbische Sichtbarkeit organisiert
• den Aktivisten Günter Gaida, der sich für queere Geflüchtete einsetzt
• den Aktivisten Micco Dotzauer, der die „Contact Bar“ betrieben und zahlreiche Benefizaktionen organisiert hat. 

Die Abstimmung läuft bis zum 17. Juli 2022 (18:00 Uhr MESZ).

Update: Die Abstimmung ist beendet.

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Wer hat schon einen Pride Award erhalten?

Ehren-Pride-Award 2022: #OutInChurch

Es war das größte Coming-out, das es in der katholischen Kirche jemals gegeben hat: Am 24. Januar 2022 trat die Initiative #OutInChurch mit einem Manifest an die Öffentlichkeit und forderte eine „Kirche ohne Angst“. Mehr als 100 queere Menschen sagten an diesem Tag: „Wir identifizieren uns unter anderem als lesbisch, schwul, bi, trans*, inter, queer und non-binär.“ Das Medienecho war gewaltig, die begleitende Petition auf change.org unterzeichneten bislang mehr als 120.000 Menschen. #OutInChurch fordert unter anderem Segnungen für queere Paare sowie einen diskriminierungsfreien Zugang zu allen Handlungs- und Berufsfeldern in der Kirche für queere Mitarbeitende und eine Änderung des Arbeitsrechts.

Hamburg Pride e.V. findet: #OutInChurch hat der Öffentlichkeit die unhaltbaren und erschütternden Zustände in der Katholischen Kirche in Bezug auf die Diskriminierung queerer Mitarbeitenden offengelegt, und damit auch all den Menschen eine Stimme gegeben, die tagtäglich Angst, Anfeindungen und psychischem Druck innerhalb der Kirche ausgesetzt sind. Von #OutInChurch geht das Signal für einen dringend erforderlichen Veränderungs- und Modernisierungsprozess in der Katholischen Kirche aus – mit dem Potenzial, den Alltag aller Homo-, Bi- und Trans*menschen in der Kirche zu verbessern. Wir hoffen sehr, dass dies auch die Katholische Kirche in Gänze erkennt und entsprechend handelt.

WDR Annika Fusswinkel

Ehren-Pride-Award 2021: Georgine Kellermann

Neben dem Pride Award für ehrenamtliches Engagement in Hamburg hat Hamburg Pride e.V. 2021 erstmals eine Person des öffentlichen Lebens mit einem Pride Award ausgezeichnet. Mit ihm sollen künftig einmal im Jahr Menschen gewürdigt werden, die Vorbildcharakter für die LGBTIQ-Community und die Gesellschaft in Deutschland haben.

Erste Preisträgerin war die WDR-Journalistin Georgine Kellermann. Sie hatte sich 2019 erstmals einer breiten Öffentlichkeit als Frau zu erkennen gegeben und damit ein bundesweites Medienecho hervorgerufen. Mit 62 Jahren hatte Kellerman den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt, ohne mögliche Konsequenzen für ihre Karriere vor der Kamera zu kennen. Zuvor war sie vom öffentlich-rechtlichen Publikum in der Berichterstattung u.a. aus Paris, Washington und Bonn stets als Mann wahrgenommen worden. Seit ihrem Coming-out arbeitet Georgine Kellermann weiter als Leiterin des WDR-Studios Essen, auch vor der Kamera.

„Das ist eine wirkliche Besonderheit im deutschen Fernsehalltag und ein Stück Sichtbarkeit, die hierzulande weitgehend fehlt“, erklären Nicole Schaening und Stefan Mielchen, die Vorsitzenden von Hamburg Pride e.V.. „Der Schritt von Georgine Kellermann hat Mut erfordert, aber er macht auch Mut: all jenen in der trans Community, deren Alltag heute weit weniger selbstverständlich verläuft, die Diskriminierungen erfahren und unter den Zumutungen des Transsexuellengesetzes leiden. Dass es Georgine Kellermann gelungen ist, ihre Identität nach Jahrzehnten des Versteckens öffentlich zu leben, ist vor allem für sie ein großes Glück. Aber auch für uns, die wir dieses Glück teilen dürfen. Denn es zeigt, was in unserer Gesellschaft möglich sein kann. Und es ist ein Fingerzeig an den Gesetzgeber, endlich ein echtes Selbstbestimmungsrecht für trans Menschen zu schaffen.“

Udo Moelzer

2021: Lutz Johanssen

Der Pride Award 2021 ging an Lutz Johannsen. Seit 1989 engagiert sich Lutz  für Menschen mit HIV und Aids. 1992 gründete er zusammen mit Willi Prange den Verein Big Spender als Fundraising-Projekt für Aids-Hilfe-Projekte. Mit dem Benefiz-Event „Red, Hot and Dance“ und anderen Veranstaltungen erzielte der Verein mehr als 1,5 Mio. Euro an Spenden.

Seit 2008 ist Lutz Johannsen Mitglied des Aufsichtsrats der Aidshilfe Hamburg. Er gehörte 2014 zu den Initiator:innen der Hamburgischen Regenbogenstiftung. Diese Förderstiftung der Hamburger Aidshilfe führte er bis 2021 als Vorstandsvorsitzender.

Als erster offen schwuler SPD-Abgeordneter einer SPD-Landtagsfraktion sorgte Lutz Johannsen in der Hamburgischen Bürgerschaft ab 1997 in der rot-grünen Koalition mit dafür, dass die „Hamburger Ehe“ als Rechtsinstitut und Vorläufer der Eingetragenen Lebenspartnerschaft beschlossen.

2019: Cornelia Kost

Cornelia Kost engagiert sich seit vielen Jahren in der trans-Community. Sie leistet bei vielen Veranstaltungen für Gruppen oder Multiplikator*innen wichtige Aufklärungsarbeit zu trans, Intergeschlechtlichkeit, Abinarität/Nicht-Binärität und geschlechtlicher Vielfalt generell. Damit trägt Sie zur Sichtbarkeit von Menschen bei, die aufgrund ihrer geschlechtlichen Verortung häufig ausgegrenzt, diskriminiert oder schlicht nicht gesehen werden. Sie baute maßgeblich das Angebot 4be TransSuchtHilfe (sprich: for be) in Hamburg mit auf, dass Beratung und Unterstützung sowie weiterführende Hilfen in Suchtfragen sowohl für alle trans, abinären/nicht binären und genderdiversen Menschen als auch für deren Angehörigen, Partner*innen und Familien bietet. Desweiteren gibt es auch Beratung zu Fragen um die eigene Selbstfindung, dem Coming Out, Vornamens- und Personenstandsänderungen und vielem mehr. Dank des Einsatzes von Cornelia formierte sich 2018 erstmals das Bündnis enby:galactic & trans:tastic zur Hamburger CSD-Demo: Mit über 500 Teilnehmer*innen war es der bisher größte und wohl auch erste Block von trans, inter und nicht binären Menschen bei einem Hamburger CSD.

2018: Dykes on bikes

Als traditioneller Bestandteil der CSD-Demonstration führen sie den HAMBURG PRIDE seit vielen Jahren lautstark an: Die Dykes on Bikes Hamburg sind ein lesbischer Motorradclub und der erste und bisher einzige deutsche Ableger der ursprünglich aus San Francisco stammenden Dykes. Das Hamburger Chapter wurde am 2. August 2010 gegründet. Ein Motor mit Regenbogen-Flügeln ziert ihre Kutten, mit denen die Dykes für die Sichtbarkeit lesbischer Frauen sorgen. Obwohl amerikanischen Motorrad-Clubs nachempfunden, sind die Dykes keine „Rocker*innen“, sondern ein Charity-Club. Sie sind bei vielen Veranstaltungen der Community präsent und sammeln dort Geld für Regenbogenprojekte, etwa in Hamburgs russischer Partner*innenstadt St. Petersburg.

2017: Sabrina Beul

Seit 2004 ist Sabrina ehrenamtlich bei der Aids-Hilfe Hamburg aktiv und dort einfach nicht mehr wegzudenken. Als Los-Queen für die Tombola arbeitet sie jedes Jahr höchst erfolgreich u.a. auf dem CSD-Straßenfest und sorgt damit für hohe Spendeneinnahmen. Genauso wichtig ist Sabrinas Engagement im Fachbeirat „Leben mit HIV und Aids“. Im Aufsichtsrat (Vorstand) der Hamburger Aids-Hilfe ist sie die Stimme und Vertreterin der Menschen mit HIV und Aids. Als engagierte Trans*frau zeigt Sabrina auf zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und in den Medien immer wieder Gesicht. Ihre unkomplizierte Art, auf Menschen zuzugehen, hilft ihr dabei, offen und öffentlich über HIV und Aids zu reden.

Ehren-Pride-Award 2017: Olivia Jones

Olivia Jones verbindet Haltung mit Humor und entlarvt auf diese Weise rechte Rattenfänger. Sie hat nicht nur mit einem legendären TV-Auftritt bei einem NPD-Parteitag Mut gegenüber Rechtsextremisten bewiesen. Mit ihrem Kinderbuch „Keine Angst in andersrum“ hat die Drag Queen auch für die Akzeptanz und Selbstverständlichkeit vielfältiger Lebensweisen geworben. Bei einem Zusammentreffen mit der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt stellte sich Jones außerdem engagiert und mit breiter öffentlicher Beachtung gegen ein Positionspapier der Rechtspopulisten, das sich gegen die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen richtet und auch von Hamburger AfD-Bürgerschafstabgeordneten unterzeichnet wurde.

2016: Valery Pearl

Die Hamburger Drag Queen kennt man eigentlich als Partytier: Als Gastgeberin oder DJane hat sich Valery auch über Hamburgs Grenzen hinaus längst einen Namen gemacht. Ihr unermüdlicher Einsatz für Geflüchtete ist hingegen vielen nicht bewusst. Dabei hat Valery, die eigentlich Dennis heißt, sehr engagiert im letzten Sommer am Hauptbahnhof geholfen, Spenden gesammelt, erfolgreich eine Kleidersammlung organisiert und sich mit viel persönlichem Einsatz um schwule Syrer gekümmert, denen sie ein Stück Familienersatz organisiert hat. Das im Sommer erscheinende Kochbuch „Kiezküche Refugees Welcome“ wurde von ihr angestoßen, der Erlös kommt Flüchtlingsprojekten in Hamburg zugute.

Ehren-Pride-Award 2015: Karin Wilsdorf

Erstmals wurde 2015 auch ein Ehren-Pride-Award verliehen. Dieser ging an Karin Wilsdorf, die sich über Jahrzehnte hinweg für die Gleichberechtigung von Frauen und Lesben in Hamburg stark gemacht hat. Sie hat u.a. das Frauencafé endlich und das Hotel Hanseatin zusammen mit ihrer Partnerin Linda Schlüter eröffnet sowie über viele Jahre hinweg die legendären Hamburger Frauenbälle organisiert. Karin Wilsdorf ist leider im Juni 2015 verstorben.

2015: Schulaufklärungsprojekt Soorum

Die Teammitglieder von Soorum sind lesbisch, schwul, bi, trans*, hetero und/oder queer und wollen mit ihrer Arbeit mehr Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt schaffen. Seit 2012 kooperiert Soorum mit dem Landes-Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) sowie drei Hamburger Schulen. In der Zusammenarbeit sollen die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt als Thema fest in den Schulen verankert werden.

2014: LSVD Hamburg mit Barbara Mansberg und Wolfgang Preußner

Barbara Mansberg und Wolfgang Preußner organisieren für den LSVD Hamburg seit vielen Jahre den engen Kontakt und Austausch  in die Partnerstadt Sankt Petersburg und zu den Partnerorganisationen „Side by Side“ und „Coming Out“. Darüber hinaus engagieren sich die beiden auch in Hamburg, etwa beim Rainbowflash, und sorgen so dafür, dass die Menschenrechtsverletzungen, denen LGBTI in Russland ausgesetzt sind, hierzulande nicht in Vergessenheit geraten.

2013: Gottfried Lorenz und Ulf Bollmann

Die beiden Historiker widmen sich seit vielen Jahren ehrenamtlich der Aufarbeitung der Geschichte Homosexueller und insbesondere ihrer Verfolgung in Hamburg. Ihre Arbeit leistet einen wertvollen Beitrag zur Sichtbarmachung homosexuellen Lebens sowie zur Erinnerung an die homosexuellen NS-Opfer und ist darüber hinaus Teil der öffentlichen Erinnerungskultur geworden. Das Ergebnis ihrer jahrelangen Recherchen und Dokumentation zeichnet sich durch Bücher, zahlreiche Stadtführungen und Ausstellungen aus.

2012: Wanja Kilber

Wanja Kilber ist ein deutsch-russischer Aktivist. 2009 erfand er in Hamburg den „Rainbow Flash“ und schuf auf diese Weise eine globale LGBT-Aktion, an der schon im ersten Jahr 30 Städte in Russland teilnahmen. Heute steigen in New York, Asien und sogar Kasachstan am 17. Mai jeden Jahres Ballons in den Himmel. Weiterhin demonstrierte er aktiv im russischen St. Petersburg gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben und riskierte damit seine Verhaftung. 2010 lief er mit russischsprachigen Freundinnen und Freunden und einem Regenbogendrachen durch Hamburg. Der Drache als Moskauer Wappentier war eine Antwort auf die Schwulenfeindlichkeit des dortigen Bürgermeisters.

2011: Testkampagne von Hein&Fiete, Stefan Semrau und Paul Schimweg

2011 hat Hamburg Pride e.V. die ersten drei Pride Awards verliehen: Hein & Fiete, Grafiker Stefan Semrau und Fotograf Paul Schimweg haben diese für die Testkampagne erhalten, welche unter dem Motto „ich weiß bescheid“ lief. Damit machte der Hamburger schwule Infoladen auf sein Angebot zur Testberatung aufmerksam und stellte die Aufklärung in den Vordergrund. Übertragungswege von HIV, Syphilis, Hepatitiden, Tripper und Chlamydien standen dabei genauso im Blickfeld wie das individuelle sexuelle Risikoverhalten.