Ich bin Linus

Lesung mit Linus Giese

Ein Satz, der wie eine Selbstverständlichkeit klingt – „Ich bin Linus“ –, doch er teilt sein Leben in ein Davor und Danach. Auf beeindruckende Weise erzählt Linus Giese, warum er einunddreißig Jahre alt werden musste, um laut auszusprechen, dass er ein Mann und trans ist und warum sein Leben heute vielleicht nicht einfacher, aber sehr viel glücklicher ist.

Linus Giese liest im Pride House aus seinem Buch „Ich bin Linus. Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war.“ Eigentlich ahnt er es seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch aus Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte und weil ihm Begriffe wie trans, queer, nicht-binär fehlen, verschweigt Linus lange, wer er wirklich ist.

Mit dem Satz „Ich bin Linus“ beginnt im Sommer 2017 sein neues Leben, das endlich nicht mehr von Scham, sondern Befreiung geprägt ist. Offen erzählt Linus Giese von seiner zweiten Pubertät, euphorischen Gefühlen in der Herrenabteilung, beklemmenden Arztbesuchen, bürokratischen Hürden, Selbstzweifeln, Freundschaft und Solidarität, von der Macht der Sprache und digitaler Gewalt. Seit seinem Coming-Out engagiert sich Linus für die Rechte von trans Menschen. Vor allem im Netz, aber nicht nur dort, begegnet ihm seither immer wieder Hass. Doch Schweigen ist für ihn keine Option.

Wie alle anderen Veranstaltungen im Pride House ist die Lesung kostenfrei. Da es aufgrund der Corona-Pandemie nur eine begrenzte Zahl an Sitzplätzen gibt, lautet die Devise: Wer zuerst kommt, sichert sich seinen Platz. Alle Informationen zum Hygieneschutz-Konzept findet Ihr hier

Termin: Mittwoch, 28. Juli, 19 Uhr, Pride House, Rostocker Straße 7, 20099 Hamburg

DIe Veranstaltung wird vom Bezirk Hamburg-Mitte gefördert.